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Presse

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Philipp Irmscher
2. Juni 2009

Junge Liberale gegen Paintballverbot

Die Jungen Liberalen aus Bamberg und Bayreuth machen sich  ihr eigenes Bild der Sportart und kritisieren das von der Bundesregierung in Erwägung gezogene Verbot scharf.

Um sich eine unabhängige und ungefilterte Meinung über das viel debattierte Thema Paintballverbot zu bilden, entschlossen sich die Jungen Liberalen Bayreuth in der vergangenen Woche zu einem Ortstermin in der Action und Fun Arena Oberhaid.

Bei der Action und Fun Arena in Oberhaid handelt es sich um einen als Paintballgelände verwendeten Teil einer großräumigen Lagerhalle, deren übrige Fläche vom Einzelhandel genutzt wird. Bereits zu Begin des Ortstermins wurde anhand des komplizierten Regelwerkes des Paintballsports deutlich, dass es sich bei Paintball nicht um die Simulation von Gewaltszenarien handelt, sondern der Sportsgeist im Vordergrund steht. „Tarnkleidung zum Beispiel ist bei uns grundsätzlich nicht erlaubt“, erklärte der Betreiber der Halle, André Gaminek. Auch wurde klar, dass es sich bei Paintball um eine eindeutige Mannschaftssportart handelt, bei der auch der beste Spieler auf die Unterstützung seiner Teamkameraden angewiesen ist. „Man ist im Spiel quasi gezwungen, mit seinen Teamkollegen zu kommunizieren, sonst ist man sofort ausgeschieden“, stellte Sanjar Khaksari, Kreisvorsitzender der JuLis Bayreuth und Europakandidat der FDP, fest.

Die anwesenden professionellen Paintballspieler berichteten darüberhinaus über die durch die gemeinsame Sportleidenschaft entstandenen Freundschaften. So bekäme man bei den deutschlandweit stattfindenden Turnieren regelmäßig von zuvor unbekannten Spielern Unterstützung am Turnierort - zum Beispiel bei der Suche nach Übernachtungsmöglichkeiten. „Vor allem die Abgrenzung zum illegalen Spielen mit Farbmarkierern in öffentlichen Wälder oder nicht ausreichend gesicherten Lokalitäten, ist den Liga-Spielern enorm wichtig“, hielt der Pressesprecher der JuLis Bayreuth und Bundestagskandidat der FDP Bayreuth, Philipp Irmscher, fest.

Da das Schießen mit den Farbkugeln auf nicht gesichertem Gelände jedoch ohnehin verboten ist, sehen die Jungen Liberalen keine Notwendigkeit für eine Gesetzesänderung. Auch für den Transport der Markierer gelten die gleichen Bestimmungen wie für scharfe Waffen und für Minderjährige ist der Sport grundsätzlich verboten. So fasste der Kreisvorsitzende der JuLis Bayreuth, Sanjar Khaksari, schließlich zusammen „Ein Paintballverbot ist purer Aktionismus und ein vollkommen ungeeigneter Ansatz, Amokläufe, wie zuletzt in Winnenden, zu verhindern. Die Bundesregierung wäre besser beraten, soziale Gefüge wie die der Paintballsportler nicht zu gefährden, sondern die Problemfälle in den Schulen früher auszumachen und präventiv tätig zu werden“.

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